"Nie wieder" geschieht jetzt
Heute vor zwei Jahren in den Morgenstunden begann das Massaker an unschuldigen Menschen auf dem Nova Festival in Israel. Tausende von Bewohnern des Gaza-Streifens stürmten über die Grenze und ermordeten bestialisch junge, feiernde Leute, Familien und sogar Babys in ihren Betten. Ein unvorstellbares Ausmaß an Grausamkeit.
Und noch während das Morden und Vergewaltigen weiter ging, feierten damals auch mitten in Deutschland auf der Berliner Sonnenallee Unterstützer dieses Blutbades an den Juden ausgelassen und verteilten Süßigkeiten an Passanten als Ausdruck ihrer Freude.
Noch während entführte jüdische Geiseln unter Jubelstürmen im Gaza-Streifen von der Bevölkerung empfangen wurden und blutüberströmt verhöhnt wurden, rüsteten weltweit und bis heute sogenannte “Palästinenser” zum finalen Kampf mit dem Endziel, Israel von der Landkarte zu löschen.
Auch für heute rufen sie zu einer Unterstützer-Demo für die Terroristen des 7. Oktober auf den Berliner Alexanderplatz und der regierende CDU-Bürgermeister Kai Wegener bringt es nicht einmal fertig an diesem Jahrestag diese offene Verherrlichung von Mord, Antisemitismus und Terrorismus als Demo verbieten zu lassen.
Gleichzeitig sitzen immer noch auch deutsche Staatsbürger als Geiseln in den Tunneln von Gaza fest. Seit zwei Jahren.
Gott gnade ihnen und lässt sie hoffentlich den Glauben an die Rettung durch israelische Streitkräfte nicht verlieren, denn ihre zweite Heimat Deutschland hat sie längst aufgegeben und zahlt dafür weiter brav Millionenbeträge an ihre Entführer von der Hamas. Denn nein, niemand sollte sich der Illusion hingeben, dass diese Gelder, die im Namen “humanitärer Hilfe” an die Machthaber im Gazastreifen fließen, wirklich bei der Zivilbevölkerung ankommen. Sie kommen seit Jahren nicht dort an, werden zur Beschaffung von Waffen und für Tunnelbauten benutzt und jeder weiß es.
Man möchte sich derzeit in Dauerschleife als Deutscher entschuldigen bei den Juden und den Israelis angesichts des geduldeten Antisemitismus auf deutschen Straßen und dem kaum verborgenen Antisemitismus, der sich im Gewand der “Israelkritik” fest in den Kulturbetrieben, öfffentlich-rechtlichen TV-Anstalten Feuilletons und bis in bürgerliche Wohnzimmer hinein verankert hat. Dort wo man immer gerne ein “Nie wieder” beschwört und doch bereit ist, beide Augen zu verschließen angesichts des neuen Antisemitismus der laut und aggressiv durch die Straßen marschiert.
Nie wieder ist jetzt, es findet statt und ihr seht zu und um an dieser Stelle den geschätzten Hendryk M. Broder zu zitieren: „Wenn ihr euch fragt, wie das damals passieren konnte: weil sie damals so waren, wie ihr heute seid.“ #RememberTogether
PS: Vor zwei Jahren schrieb ich diesen Text über Israel.
Ich hatte in dem Sommer 2023 Israel besucht, auch die Region der 15-Sekunden-Zone am Gazastreifen, wo schon Kinder lernen, sich innerhalb von 15 Sekunden in einen Bunker zu bewegen, wenn der Raketenalarm ertönt. Manche dieser Kinder, deren Schule ich besuchte, sind jetzt tot. Ermordet in ihren Betten, erschossen vor ihren Eltern. Nichts rechtfertigt solche Taten. Ich hatte gezögert den Text zu veröffentlichen, der bereits fertig vorlag, als das Massaker dann geschah. Ich bin froh, es dennoch getan zu haben.
Hier geht es zur “Row Zero zur Erlösung”.




